Vertretung der Internationalen Arbeitsorganisation in Berlin

Am 21. Oktober 2004 wurde in Berlin, am Karlplatz 7 im Beisein der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit Heidemarie Wieczorek-Zeul und des Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Rudolf Anzinger die neue Vertretung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) in Deutschland eröffnet. Zu der Eröffnung konnte Juan Somavia Generaldirektor der in Genf ansässigen Sonderorganisation der Vereinten Nationen (VN) begrüßt werden. Somavia führte darüber hinaus Gespräche mit Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement.

Die IAO-Vertretung in Deutschland besteht nunmehr seit über 50 Jahren. Sie wurde am 10. März 1953 in Bonn/Bad-Godesberg eröffnet. Mit dem Umzug von Parlament und Bundesregierung nach Berlin wurde die Verlagerung der IAO-Vertretung in die Hauptstadt sinnvoll.

Dies unterstrich auch Staatssekretär Anzinger, der anlässlich der Eröffnung vor allem die weitgehende Verknüpfung der inhaltlichen Arbeit der IAO und der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der Bundesregierung betonte.

Der IAO, der größten und ältesten Sonderorganisation der Vereinten Nationen (gegründet 1919), gehören derzeit 177 Mitgliedstaaten an. Deutschland ist – nach den USA und Japan – entsprechend der wirtschaftlichen Kraft der drittgrößte Beitragszahler.

Die IAO ist die einzige dreigliedrige Organisation innerhalb der Vereinten Nationen: Da es primär um die Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen und die soziale Sicherheit von Arbeitnehmern und deren Familien geht, haben die Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen gleichberechtigt mit den Regierungen in allen Entscheidungsgremien der IAO Sitz und Stimme.

Das Hauptaugenmerk der IAO liegt auf der sozialen Dimension der Globalisierung als Bestandteil des ökonomischen Handelns weltweit. Die Bundesregierung unterstützt Generaldirektor Somavia und seine Organisation und begleitet diesen Prozess mit eigenem Input und Reformideen.

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