BIP in der Eurozone und in der EU25 um 0,9% gestiegen

Im Vergleich zum Vorquartal ist im zweiten Quartal 2006 das BIP in der Eurozone (Eurozone: Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.) und in der EU25 um 0,9% angestiegen. Dies geht aus von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlichten Schnellschätzungen hervor. Im ersten Quartal 2006 betrug die Wachstumsrate noch +0,6% in der Eurozone und +0,7% in der EU25.

Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ist das BIP im zweiten Quartal 2006 in der Eurozone um 2,4% und in der EU25 um 2,6% gestiegen, nach +2,0% bzw. +2,2% im Vorquartal.

Im Verlauf des zweiten Quartals 2006 stieg das BIP der Vereinigten Staaten um 0,6% gegenüber dem Vorquartal an, nach +1,4% im ersten Quartal. In Japan betrug das Wachstum 0,2%, nach +0,7% im ersten Quartal. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2005 stieg das BIP in den Vereinigten Staaten um 3,5%, nach +3,7% im Vorquartal, und um 2,2% in Japan, nach +3,4% im Vorquartal.

Informationen zu Qualitätsaspekten

Die europäischen vierteljährlichen Gesamtrechnungen werden gemäß dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG95) erstellt. Die Schnellschätzung der Wachstumsrate des BIP für 2006 Q2 in dieser Mitteilung beruht auf Angaben von Mitgliedstaaten, die unmittelbar 96% des BIP der Eurozone (90% des BIP der EU25) abdecken. Weitere Informationen zur Methodik der Schnellschätzungen finden sich in der Pressemitteilung 55/2003 vom 15. Mai 2003.

Simulationsrechnungen und bisherige Veröffentlichungen belegen die Zuverlässigkeit der Schnellschätzung. Ãœber die letzten 22 Quartale hat die Schnellschätzung der BIP-Wachstumsrate relativ zum Vorquartal für die Eurozone im Vergleich zu der später in der ersten regulären Schätzung veröffentlichten Wachstumsrate eine mittlere Revision von weniger als 0,01 Prozentpunkten erfahren. Sie hat die Beschleunigung oder Abschwächung des BIP-Wachstums in 18 Fällen korrekt vorweg genommen. Der Wert der Wachstumsrate wurde 18 mal korrekt vorweg genommen und 4 mal um ±0,1 Prozentpunkte verfehlt.

Im Rahmen der Schnellschätzung werden Angaben zum BIP der Eurozone und der EU25 für frühere Quartale nicht revidiert, so dass die Wachstumsraten bis zum ersten Quartal 2006, veröffentlicht in der Pressemitteilung 91/2006 vom 12. Juli 2006, unverändert bleiben. Alle Angaben in dieser Mitteilung können mit den zwei später folgenden regulären Schätzungen für das BIP im zweiten Quartal 2006 revidiert werden; diese sind für den 31. August 2006 und den 11. Oktober 2006 vorgesehen.

Wachstumsraten des BIP — Volumen
(auf Grundlage saisonbereinigter* Daten)
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorquartal Prozentuale Veränderung gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres
2005 2006 2005 2006
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2
Eurozone 0,6 0,3 0,6 0,9 1,6 1,7 2,0 2,4
EU25 0,6 0,4 0,7 0,9 1,8 1,9 2,2 2,6
Mitgliedstaaten
Belgien 0,5 0,6 0,9 0,8 1,2 1,5 2,3 2,8
Tschechische Republik 1,6 2,0 2,0 : 6,2 6,9 7,4 :
Dänemark 0,6 0,1 0,2 : 4,1 3,3 2,6 :
Deutschland 0,5 0,3 0,7 0,9 1,5 1,7 1,7 2,4
Estland 2,7 2,1 2,0 : 10,4 11,5 11,1 :
Griechenland 1,8 -0,2 2,8 : 3,8 3,7 4,1 :
Spanien 0,9 0,9 0,8 0,9 3,5 3,5 3,5 3,6
Frankreich 0,7 0,2 0,5 1,2 1,4 1,1 1,5 :
Irland 0,4 2,1 1,1 : 6,1 6,5 5,7 :
Italien 0,3 0,0 0,7 0,5 0,1 0,5 1,6 1,5
Zypern 1,2 0,7 0,4 : 3,9 3,6 3,1 :
Lettland** 2,8 2,8 2,8 : 11,4 10,6 13,1 :
Litauen 2,2 2,1 1,8 2,3 8,1 8,2 8,2 8,6
Luxemburg** : : : : 5,3 7,5 7,3 :
Ungarn 1,0 1,0 1,0 : 4,4 4,2 4,3 :
Malta 6,9 -3,0 -3,5 : 6,7 2,0 -1,3 :
Niederlande** 0,7 0,6 0,3 1,0 2,0 1,9 2,9 2,4
Österreich 0,7 0,7 0,6 1,0 1,7 2,2 2,6 3,1
Polen** 1,7 1,5 1,2 : 3,5 5,0 5,0 :
Portugal -1,0 0,3 0,5 : 0,3 0,8 1,0 :
Slowenien 0,6 1,0 0,8 : 4,0 5,0 4,7 :
Slowakei** 1,7 2,1 1,2 : 6,3 7,4 6,3 :
Finnland 0,9 1,2 0,9 : 3,3 4,1 4,2 :
Schweden 1,2 1,0 1,4 1,4 2,9 3,3 4,4 5,0
Vereinigtes Königreich 0,4 0,7 0,7 0,8 1,8 1,8 2,3 2,6
EFTA
Island -0,2 -0,2 1,9 : 4,6 3,6 4,1 :
Norwegen 0,8 0,3 0,6 : 3,8 2,4 2,7 :
Schweiz 0,9 0,7 0,9 : 2,3 2,8 3,5 :
Hauptwirtschaftspartner
Vereinigte Staaten 1,0 0,4 1,4 0,6 3,4 3,1 3,7 3,5
Japan 0,2 1,1 0,7 0,2 2,7 4,0 3,4 2,2

: Daten nicht verfügbar

* Die Saisonbereinigung umfasst für die folgenden Mitgliedstaaten auch eine Arbeitstagkorrektur: Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, die Niederlande, Österreich, Slowenien, Finnland, Schweden and das Vereinigte Königreich.

** Prozentuale Veränderung gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres anhand nicht-saisonbereinigter Daten berechnet.

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