Bulgarien und Rumänien sind EU-Mitglieder

Bulgarien und Rumänien sind nunmehr offiziell der EU beigetreten, deren Mitgliederzahl dadurch auf 27 angewachsen ist. Nach sieben Jahren Vorbereitung wurde die sechste Erweiterung der EU abgeschlossen.

Der Beitritt von Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 ist ein historisches Ereignis, mit dem die EU weitere um 30 Millionen Menschen au nahezu 500 Millionen Einwohner wächst.

Mit dieser Erweiterung wurde der Friedensprozess konsolidiert und mehr Wohlstand nach Europa gebracht. Dies ist die richtige Entscheidung für Bulgarien und Rumänien und die richtige Entscheidung für Europa, erklärte Kommissionspräsident José Manuel Barroso bereits im September.

Trotz weitreichender Reformen und zahlreichen zum Zeitpunkt des Beitritts noch vorhandenen Unzulänglichkeiten haben Bulgarien und Rumänien noch einen langen Weg vor sich. Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Korruption ist noch lange nicht gewonnen. Verbraucher- und Umweltschutz, die Rechtssysteme sind — aus hiesiger Sicht — in einem katastrophalen Zustand und müssen dringend angepasst werden.

Damit die Arbeit auch nach dem Beitritt weitergehen kann, hat die Kommission ein Paket mit Übergangsmaßnahmen zusammengestellt, mit dem noch bestehenden Unzulänglichkeiten beizukommen ist und das eine reibungslose Integration beider Länder ermöglicht.

Die EU-Mitgliedschaft ist für die beiden Länder kein Selbstzweck. Der Beitritt zur EU ist lediglich ein entscheidender Schritt des Integrationsprozesses auf der Grundlage europäischer Werte, der vor 15 Jahren begann.

Bis zum Ende der Amtsperiode der derzeitigen Kommission am 31. Oktober 2009 wird der neue Kommissar aus Rumänien, Leonard Orban, für die Mehrsprachigkeit zuständig sein, und die neue Kommissarin aus Bulgarien, Meglena Kuneva, wird das Ressort Verbraucherschutz übernehmen.

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