Finanzielle Unterstützung für F&E in Süditalien

Die italienische Regierung hat angekündigt, die Forschung und Entwicklung (F&E) im Süden des Landes mit Fördermitteln in Höhe von 268 Millionen Euro zu unterstützen. Ziel ist die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit Süditaliens.

Das Ministerium für Hochschulbildung und Forschung ließ verlauten, mit den Mitteln werde die Errichtung von elf öffentlich-privaten Exzellenzzentren in der Region finanziert. Der Schwerpunkt soll hierbei auf Forschungsbereichen liegen, die über ein hohes Potenzial zur Förderung der sozioökonomischen Entwicklung Süditaliens verfügen, beispielsweise Solarenergie, Agrar- und Lebensmittelwissenschaft, Arzneimittelentwicklung, Genetik, Bioinformatik und fortschrittliche Werkstoffe.

Ferner werden die Fördermittel zur Gründung von zwölf Hochtechnologie-Clustern in acht Regionen Süditaliens eingesetzt. Ebenso wie die Exzellenzzentren sollen die Cluster Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren zusammenbringen. Diese werden gemeinsam technologische Innovationen in mehreren Schlüsselsektoren vorantreiben, und zwar in den Bereichen Biowissenschaft, Mikroelektronik, Agrarindustrie, Nanotechnologien, innovative Produktionssysteme, E-Business, Logistik und Kulturerbe.

Neben der finanziellen Unterstützung der Forschungsinfrastruktur wird die Regierung Mittel zur Ausbildungsförderung und zur Gründung von Hightech-Unternehmen bereitstellen.

Die Investitionen sollen die wirtschaftliche Ertragskraft der südlichen Regionen Italiens stärken, die immer noch hinter dem Norden des Landes zurückbleiben. Im Bereich F&E wird die wirtschaftliche Kluft zwischen dem Norden und Süden Italiens besonders deutlich: Im Jahr 2005 wurden im Norden 0,4 % des BIP in F&E investiert, während dieser Prozentsatz im Süden lediglich bei 0,2 % lag.

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