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Den Rahmen für die Beziehungen der EU mit den Staaten der Mittelmeerregion bildet der Barcelona-Prozess, der die 15 EU-Mitgliedstaaten mit 12 Mittelmeeranrainerstaaten vereint und auf Zusammenarbeit in politischen und Sicherheitsfragen, wirtschaftliche Kooperation und Zusammenarbeit im sozialen und kulturellen Bereich abzielt. Der so geschaffene Rahmen wird durch eine Reihe regionaler Initiativen zur Zusammenarbeit und ein Netz bilateraler Kontakte gestärkt. Wenngleich das Ausbleiben dauerhaften Friedens im Nahen Osten diesen Prozess beeinträchtigt, hat er doch seit seiner Einführung im Jahr 1995 die Aufrechterhaltung des Dialogs bewirkt und bietet weiterhin ein Forum für Begegnungen zwischen Israel und den arabischen Staaten.
Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Marokko, Tunesien, Israel und der Palästinensischen Behörde sind in Kraft getreten. Solche Abkommen sind mit Jordanien und Ägypten unterzeichnet worden, wobei zumindest das Abkommen mit Jordanien sehr bald in Kraft treten dürfte. Verhandlungen laufen mit Algerien, dem Libanon und Syrien - es bestehen gute Aussichten, dass die Abkommen mit den beiden erstgenannten Staaten vor Ende 2001 abgeschlossen werden. Mit den verbleibenden drei Partnern (Malta, Türkei, Zypern) bestehen bereits Abkommen und diese Länder sind selbst auf dem Weg zum Beitritt. Der Barcelona-Prozess sieht weiters den Abschluss von Freihandelsabkommen zwischen den Partnern untereinander vor (''South-South- Agreements``); die EU hat deshalb den Agadir-Prozess, der am 8. Mai 2001 in Gang gebracht wurde, sehr begrüßt und Unterstützung angeboten. Im Rahmen dieses Prozesses sind Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien übereingekommen, eine Freihandelszone zu schafften.
Im November 2000 haben sich die 27 Außenminister darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Mittelmeerregion neu zu stärken und neue ehrgeizige Ziele zu setzen, um den Barcelona-Prozess weiter voranzubringen. Die Arbeiten daran wurden seither intensiviert. Die tragischen Ereignisse vom 11. September 2001 haben jedoch gezeigt, dass eine noch engere Zusammenarbeit notwendig ist, nicht zuletzt in den Bereichen Soziales, Kulturelles und Bildung. Für diesen Zweck bildet der Barcelona-Prozess einen ausgezeichneten Rahmen.
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