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Die Bedeutung Chinas für die deutsche Wirtschaft
Der chinesische Außenhandel stieg in 2004 um 35,5 % und der Anteil Chinas am Welthandel beträgt mittlerweile 6 %. Damit nimmt China hinter den USA und Deutschland den dritten Platz unter den wichtigsten Welthandelsnationen ein. In 2004 konnte China einen Handelsbilanzüberschuss i.H.v. 32,6 Mrd. EUR erzielen, was zu einem weiteren Anstieg der Währungsreserven auf 614,5 Mrd. USD führte. Damit hält China 16,5 % der Weltdevisenreserven und kann mit diesem Bestand seinen Importbedarf von mehr als einem Jahr finanzieren.
Am 21.07.2004 hat China erstmals seit über zehn Jahren den Außenwert seiner Währung, des Yuan, verändert und eine Aufwertung i.H.v. 2,1 % zum USD vorgenommen. Die feste Bindung des Yuan an den Dollar wurde aufgehoben, und von nun an orientiert sich die chinesische Währung an einem Korb von Währungen. Mit der Neubewertung des Yuan auf 8,11 Yuan je 1 USD gab die chinesische Notenbank ebenfalls bekannt, dass von nun an ein täglicher Wechselkurs ermittelt wird und die Schwankungsbreite des Yuan zu USD in einem Band von +/-0,3 % auf Basis des Vortageswertes schwanken kann. Damit hat die chinesische Zentralregierung den Druck der USA und der EU nachgegeben, die seit geraumer Zeit die Unterbewertung des Yuan beklagen, die ihrer Ansicht nach zu unfairen Vorteilen für die chinesische Exportwirtschaft und einer zunehmenden wechselkursbedingten Belastung der heimischen Industrie geführt hat. Ein Anteil i.H.v. 25 % des amerikanischen
Leistungsbilanzdefizits i.H.v. 531 Mrd. USD per 31.12.2004 entfällt auf den Warenverkehr mit China. Der amerikanischen Industrie erscheint diese Aufwertung als zu gering. Amerikanischen Schätzungen zufolge soll die Unterbewertung der chinesischen Währung 40 % betragen.
56 % der chinesischen Exporte i.H.v. 593 Mrd. EUR in 2004 entfallen auf Industrieländern, wobei die USA mit 23 % der stärkste Abnehmer chinesischer Erzeugnisse ist, gefolgt von Hongkong (17 %), der EU (13,5 %) und Japan (12,5 %). Rund die Hälfte der chinesischen Exporte entfielen auf Töchter, Beteiligungen und Joint Venture ausländischer Firmen in China. Der Erfolg der chinesischen Exportwirtschaft beruht damit zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Wirtschaftstätigkeit ausländischer Unternehmen.
Von den gesamten Einfuhren Chinas i.H.v. 561 Mrd. EUR stammen 40 % aus Industrienationen, wobei die wichtigsten Lieferanten aus Japan (16 %), USA (7,5 %) und Hongkong (7,5 %) kommen.
Hermann Schubert 2005-08-12
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