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Die Art der Privatisierung und die damit zusammenhängende Aktionärsstruktur hat entscheidenden Einfluss auf die ausländischen Investitionen. Investitionen in nennenswerten Umfang kann man nur von strategischen Investoren erwarten, die in fast allen Fällen zumindest eine einfache Mehrheit Stimmen haben wollen.
Wenn die jeweilige Regierung von Anbeginn an den Verkauf an strategische Investoren als einleitende Privatisierung vornimmt, kann sie wesentlichen Einfluss auf das Investorengeschehen nehmen:
- Im Privatisierungsvertrag können Bedingungen und Verpflichtungen hinsichtlich Geschäftspolitik, Arbeitnehmer und Investitionsverpflichtungen gemacht werden.
- Die ausländischen Investoren können in aller Regel und im Gegensatz zu anonymen Aktionärsstrukturen Finanzkraft und Know How dem Unternehmen zur Verfügung stellen.
- Durch Verkäufe an mehrere Wettbewerber kann der Wettbewerb im Land gestärkt werden.
- Aus meiner Sicht hat die Massenprivatisierung auch keinen wesentlichen Gerechtigkeitsvorteil. Die Kupons wurden nach der Ausgabe an die Bevölkerung massenhaft von besser informierten Personen aufgekauft, die auf diese Art wichtige Beteiligungen an den Unternehmen erworben haben. Diese Beteiligungen werden dann oft auf dem Graumarkt mit hohem Gewinn an die strategischen Investoren veräußert. Im Endeffekt wird nur ein geringer Teil der Bevölkerung tatsächlich an den Privatisierungserlösen beteiligt worden sein.
- Die Massenprivatisierung hat allerdings den Vorteil, dass es relativ schnell zu einer Verteilung der Anteile in private Hand gekommen ist.
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