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Investitionsentscheidung von UnternehmenInvestitionen beeinflussen Unternehmen erheblich, weil eine langfristige Kapitalbindung nicht ohne Schwierigkeiten oder sogar Verlusten rückgängig gemacht werden können. Investitionen in den mittel- und osteuropäischen Staaten lassen sich auf zwei entscheidende Gründe zurückzuführen, zum einen auf die Kostenfaktoren und zum anderen auf die Marktfaktoren:
Ob die Unternehmensziele erreicht, Renditeerwartungen erfüllt werden können, ist wegen der für den Investoren oftmals nur mangelhaft erfassbaren Faktoren eine schwere Entscheidung. Sowohl im Beschaffungs- und Personalbereich wie auch beim Absatz ergeben sich zahllose Unbekannte, die der Investor abschätzen muss. Neben der Frage, ob die notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe überhaupt geliefert werden können, müssen Lagerkapazitäten, ob ausreichend qualifiziertes Personal anzuwerben ist, welche Löhne bezahlt werden müssen, die Absetzbarkeit der Produkte und eventuelle Auswirkungen auf das Preisgefüge berücksichtigt werden. In der Betriebswirtschaftslehre werden diverse Modelle diskutiert, die unter Berücksichtigung der finanziellen, technischen und absatzmäßigen Möglichkeiten ein optimales Investitionsprogramm ermitteln. Hierbei handelt es sich um die Bestimmung eines optimalen Investitionsprogramms unter Berücksichtigung der Abhängigkeit einzelner Funktionsbereiche. Diese Investitionsrechnungen sind im allgemeinen an der Gewinnmaximierung orientiert. Die vielfältige, mit unterschiedlichen Inhalten bedachte Größe "Gewinn" wird dabei in den Modellen zumeist als Differenz der diskontierten Auszahlungen über die diskontierten Einzahlungen errechnet (Barwert, Net Present Value). Die verschiedenen Methoden reichen von einfachen Faustregeln bis hin zu theoretisch anspruchsvollen mathematischen Verfahren, von statischen zu dynamischen Ansätzen, von solchen, die unter Annahme von Sicherheiten ausgehen bis hin zu solchen, die die Unsicherheiten ausdrücklich mit einbeziehen. Je exakter ein Verfahren vom theoretischen Standpunkt aus ist, desto schwieriger erweist sich im allgemeinen seine Realisierung in der Praxis, da eine Qunatifizierung der exogenen Variablen kaum möglich ist. Abhängig vom konkretisierten Unternehmensziel kommen verschiedene Methoden allein oder gemeinsam mit anderen Methoden der Investitionsrechnug zur Anwendung: Das Kostenvergleichsverfahren versucht über einen Vergleich der Kosten von zwei oder mehreren Varianten mit identischen Leistungsmerkmalen diejenige zu bestimmen, die langfristig die geringsten Kosten verursacht. Das Gewinnvergleichsverfahren erweitert den Kostenvergleich dadurch, dass nicht mehr von konstanten Absatzpreisen und - mengen und/oder einheitlicher Qualität der Leistung ausgegangen wird, sondern bei den einzelnen Investitionen der unterschiedliche Outputs in die Rechnung miteinbezogen. Rentabilitätsvergleichsrechnungen vergleichen über einen längeren Zeitraum den zu erwartenden return of invest mit anderen Investitionen. In solchen Fällen wird der mögliche Gewinn in Relation zu dem Kapitaleinsatz gesetzt und so eine Verzinsung des Kapitals errechnet. Je höher die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist, desto vorteilhafter erscheint das Investment. Bei der Amortisationsrechnung wird auch der Gewinn und die Kosten in Beziehung zueinander gesetzt und ermittelt, in welchem Zeitraum das investierte Kapital über Erlöse wieder in das Unternehmen zurückfließt. Bei der Kapitalwertmethode wird der aktuelle Barwert einer Investition durch Abzinsungen der in Zukunft zu erwartenden Zahlungen ermittelt. Die Kapitalwertmethode und/oder Varianten hiervon sind heute in der Praxis der Unternehmensbewertung üblich. Neben all diesen Methoden wird ein Investor stets das Risiko der Investition mitberücksichtigen. Diese Risiken können derart vielgestaltig sein und den Rahmen der einfachen Investitionsrechnung, so dass ich hierzu nur zwei Beispiele nennen will:
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass bei Investitionsentscheidungen in den mittel- und osteuropäischen Staaten oftmals aber weniger die Rendite im Vordergrund steht, sondern zunächst einmal die Frage, ob ein Unternehmen sich in Zukunft überhaupt aus den eigenen Mitteln finanzieren kann. Weiterhin wird der Frage, ob der mögliche Umsatz überhaupt das Mindestmaß erreicht, ab dem sich ein Einstieg in den jeweiligen nationalen Markt lohnt, besondere Bedeutung beigemessen. Dies rührt daher, dass bedeutende Unternehmen davon ausgehen, dass in Mittel- und Osteuropa irgendwann einmal ein großer Markt entstehen wird. Beispielhaft sei hier der Buchmarkt genannt. In Polen oder der Tschechien ist die Bertelsmanngruppe bereits mit eigenen Verlagen tätig, weil die Bevölkerung in diesen Staaten ausreichend Einkommen hat, um Bücher zu kaufen und ein ordentliches Vertriebssystem über Buchhandlungen und Großhändler besteht. In Bulgarien oder Rumänien ist bislang - nach meiner Kenntnis - noch kein einziger westlicher Investor auf dem Buchmarkt tätig. Ferner gilt es Positionen aufzubauen und sicher zu stellen, dass nicht ein Wettbewerber aufgrund früheren Markteintritts bereits eine feste Stellung hat, die dann - wenn sich eine Investition aufgrund der positiven Entwicklung in dem Staat rentieren würde, nicht mehr oder nur noch mit erheblich höheren Aufwand angegriffen werden kann. Zwischenzusammenfassung:
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