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Brady Bonds

Bei den Brady Bonds handelt es sich um Obligationen mit Ermäßigung (Discount Bonds, DISCs) und Obligationen mit anfangs reduzierten Zinszahlungen (Front Loaded Interest Reduction Bonds, FLIRBs). Von den Brady Bonds eignen sich aufgrund der Anfang Mai herrschenden Kurse, aus ökonomischer Sicht, lediglich die DISCs zur Bezahlung eines Privatisierungsobjektes20. Die Staatsobligationen können von allen natürlichen und juristischen Personen zur Teilnahme an der Privatisierung benutzt werden (Inhaber der Obligationen). Eine Bezahlung des Entgeltes mit diesen Obligationen wird nur angenommen, wenn der Käufer sich vertraglich verpflichtet, eventuelle Gewinne aus der Investition innerhalb von mindestens vier Jahren nicht ins Ausland zu transferieren und sich ferner verpflichtet, im Falle der Liquidation den Erlös auf Dauer von mindestens zehn Jahren nicht ins Ausland zu transferieren. Es kann vertraglich vorgesehen werden, dass nicht mehr als 50 % des vereinbarten Kaufpreises mit Obligationen bezahlt werden. Mit den Obligationen kann das vereinbarte Entgelt für Aktien bzw. Anteile beglichen werden. Hingegen kann mit den Obligationen keine Regelung von Verbindlichkeiten für Investitionen, Vertragsstrafen aus Privatisierungsverträgen, staatlichen Steuern, Gebühren und anderen staatlichen oder regionalen Forderungen21 und Entgelten für die Privatisierung von kommunalen Unternehmen22 vorgenommen werden. Die Obligationen sind in Dollar ausgestellt. Die Forderungen des Käufers wegen der aufgelaufenen und nicht bezahlten Zinsen gemäß dem Zinskupon werden gegen denjenigen Teil des Preises der erworbenen Aktien aufgerechnet, der nicht mit den Obligationen bezahlt wird. Der ,,Tauschwert`` der Obligationen wird im Rahmen der Privatisierung wie folgt bestimmt. Der Wert der DISCs wird nach dem Nominalwert der Obligationen in US-$ bestimmt. Bei den FLIRBs wird der Wert mit 50 % des Nominalwertes in US-Dollar bestimmt.

Hermann Schubert Last modified: Thu May 22 11:38:06 CEST 2001
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