Neben der Bezahlung mit Brady-Obligationen kommt auch eine Bezahlung mit ZUNK Bonds in Betracht. Bei den Zunk Bonds handelt es sich um Obligationen für Inlandsschulden. ZUNK ist die bulgarische Abkürzung für das ,,Gesetz der notleidenden Kredite``. Mit dieser inländischen Schuldverschreibung wurden die vor 1989 vergebenen und uneinbringbaren Kredite der Banken an den Staatsunternehmenssektor durch niedrig verzinste Zunk Bonds ersetzt. Infolge des 1993 eingeführten Programms der Zunk Bonds sind die Unternehmen nicht mehr die Schuldner der Banken, sondern des Staates.
Die ZUNKs sind entweder in Lewa oder in US-$ denominiert. Mit den ZUNKs können nach Art. 1 der betreffenden Regelung23 im Rahmen der Privatisierung bis zu 50 %24 des Kaufpreises für Aktien, Geschäftsanteile oder gesamte Unternehmen (asset deal) mit ZUNKs bezahlt werden. In aller Regel wird der Teil des Kaufpreises, der mit Bonds beglichen werden kann, im Vertrag vereinbart.
Nach Art. 4 Abs. 1 der Regelung über die internal debts werden die ZUNKs zum Nominalwert beim Kauf im Rahmen der Privatisierung bewertet.
Nach Auskunft der Bulgarischen Postbank verkaufte sie die Zunk Obligationen Mitte Mai, in Devisen denominiert, zu 53 bis 60 % und in Lewa denominiert zu 55 bis 60 % des Nominalwertes.
Hermann Schubert
Last modified: Thu May 22 11:38:06 CEST 2001
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