|
|
Die bulgarische Regierung kann ohne die Unterstützung der Internationalen Finanzinstitutionen weder ihrem Schuldendienst dem Ausland gegenüber nachkommen, noch eine makroökonomische Stabilisierung der Volkswirtschaft herbeiführen. Um die katastrophale Lage der bulgarischen Bevölkerung, die vor einer drohenden Hungersnot steht, wenigstens für die Zukunft zu verbessern, ist Bulgarien von der Finanzhilfe des Auslands abhängig. Aus diesem Grund wendete sich die Übergangsregierung um Stefan Sofijanski an die internationale Staatengemeinschaft und bat im März 1997 um eine G-24-Hilfe. Dazu wurde für den 8. und 9. April in Brüssel ein Treffen einberufen, an dem die Vertreter der G-24, die Weltbank und der IWF teilnahmen. Für dieses Meeting wurde ein Struktur- und Reformprogramm von der Weltbank angefertigt, dessen Realisierung durch die bulgarische Regierung als Voraussetzung für die Gewährung einer Finanzhilfe durch die Internationalen Finanzinstitutionen (IFIS) gesetzt wurde. Dieses Wirtschaftsprogramm und die Vereinbarung eines unabhängigen Currency Boards werden die volkswirtschaftliche Zukunft Bulgariens maßgeblich bestimmen. Die zukünftige Wirtschaftspolitik Bulgariens wird sehr stark unter dem Einfluss der internationalen Finanzinstitutionen stehen. Die Schwerpunkte des Stabilisierungs- und Reformprogramms erstrecken sich auf folgende Maßnahmen:
- Einrichtung eines politisch unabhängigen Currency Boards.
- Reform des Banken- und Unternehmenssektors.
- Freisetzung der Preise und Liberalisierung des Handels
- Konsolidierung des Staatshaushaltes
Hermann Schubert
Last modified: Thu May 22 11:38:06 CEST 2001
|
|