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Kommissionsbericht (2002) zum Beitritt Estlands
Bei der Anwendung des Zolltarifs und der damit zusammenhängenden Maßnahmen
wurden nur begrenzt Fortschritte erzielt, da der neue Zollkodex erst kürzlich
(im Juli 2002) in Kraft getreten ist. Allerdings wurde gemäß dem Aktionsplan
mit der für Zollbeamte und Kunden vorgesehenen Ausbildung in der Anwendung
der neuen Zollrechtsvorschriften begonnen. Die Angleichung der
Rechtsvorschriften über Kulturgüter und Ausgangsstoffe wird fortgesetzt. Die
Anstrengungen zur Betrugs- und Korruptionsbekämpfung und zur weiteren
Umsetzung der Berufsethik im Zoll werden fortgeführt. Weitere Anstrengungen
sind zu unternehmen, um die administrativen und operativen Kapazitäten, u. a.
für die Grenzkontrollen, wie auch die Kapazitäten für die Einziehung von
Abgaben und für die mit dem Zolltarif zusammenhängenden Zollverfahren
auszubauen, die Koordinierung zwischen den für Gesetzesvollzug und Einziehung
von Abgaben zuständigen Stellen zu verbessern und die Leistungsfähigkeit des
Zolllabors zu steigern. Die Umsetzung der EDV-Strategie der estnischen
Zollverwaltung sowie die Entwicklung von EDV-Systemen für den Austausch
elektronischer Daten zwischen der EG und Estland wird fortgesetzt, auch wenn
sich die Durchführung der im Aktionsplan vorgesehenen Tätigkeiten verzögert
hat.
Insgesamt gesehen wurden die Prioritäten der Beitrittspartnerschaft im
Zollbereich nur in begrenztem Umfang verwirklicht. Die Durchführung des
Aktionsplans verzögert sich.
© Europäische Kommission; Last modified 2003-05-03
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