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In Sibiu7. Tag, Samstag, 01.06.02 Heute ist unser Ausflugstag, und unser Ziel heißt SIBIU. Herr Wiecken zeigt uns eine ehemalige katholische Kirche, die nach der Reformation durch Luther evangelisch wurde. In dem Gotteshaus führt uns ein Fremdenführer in den Glockenturm. An der Führung nimmt auch eine Gruppe deutscher Anti-Drogen- und Korruptions-Spezialisten der Polizei teilt, deren Art von Berufsqualifikation man auf den 1. Blick identifizieren kann. Die Kirchenführung beinhaltet Erklärungen von Bildern wie z.B. des Bilds katholischen Ursprungs, das die Kreuzigung Jesu zeigt. Es ist ein Bild, welches zu schön war, um bei der großen Reformation unterzugehen, und deshalb wurde es ,,lutherisiert", indem man die Heiligen um das Kreuz herum übermalte und an dieser Stelle Bibelschriften einsetzte. Die Heiligenscheine der Apostel sind noch zu erkennen, ebenso die Hände von Maria. Die Führung verlief viele Stufen hinauf zum Kirchturm. Oben angekommen, hatten wir einen gigantischen Blick auf Sibiu. Anschließend besuchten wir für kurze Zeit ein orthodoxe Kirche, in der Gottesdienst durch einen Gebetsgesang gehalten wurde. Die Stadtführung ging weiter mitten durch die Altstadt und wurde letztendlich von unseren Hunger unterbrochen. Herr Wiecken wollte uns ein besonders gutes Restaurant zeigen, aber es war zu voll für uns 18 Personen, was zur Folge hatte, dass wir in einem 3-Sterne-Hotel ,,für erfolgreiche Menschen" essen gingen. Nach Prinz Charles, Otto Schily und anderen Prominenten waren nun wir diejenigen, die ein exzellentes 2,5 Euro-Menü speisten. `Zum Römischen Kaiser` war der Name des Hotels. Michael Friedrich Im Schnürlregen verlassen wir die Altstadt mit Ziel Chicago Billardsalon. Beim Zwischenstopp im Zigarettenladen werden wieder keine Schachteln gekauft, sondern Stangen. Bei diesem Preis! Angekommen, erblicken wir das Chicago in einem Betonwürfel aus der kommunistischen Ära. Johannes, Sohn von Frau Wiecken, erwartet uns. Er managt alles. Tische werden zusammengerückt und die Bestellungen aufgenommen. Im Fernsehen läuft ein schlechter amerikanischer Film mit rumänischen Untertiteln. Billardspiele werden mit Schülern der Hermannstadter Waldorfschule ausgetragen. Für die Heimfahrt kommt Irina, eine der Lehrerin aus Rosia, um uns mit ihrem Dacia durch das nächtliche Sibiu zu leiten. Die Mädels singen auf der Heimfahrt kirchliche Kanons, die Jungen Fußballieder. Um 1 Uhr nachts erreichen wir unser Ziel. Walter Kraus Last modified: 2002-12-26 |
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