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Das ernste Freundschaftsspiel13. Tag, Freitag, 07.06.2002 Wie immer stehen wir um sieben Uhr in der Früh auf, um brav zur Arbeit zu gehen. Wir verrichten sie an vier Baustellen. Ich arbeite bei einer sehr netten Familie, die mitbaut. Wir schaffen für sie ein zweites Zimmer; denn zuvor lebten sie zu neunt in einem. Die Wände sind nach unserer Arbeit fertig verputzt, den Dachstuhl macht die Familie alleine zu Ende. Heute ist ein sehr heisser und schwüler Tag, und wir sind alle froh, als wir nach Dusche und Mittagessen nach Sibiu fahren. Dort gehen einige ins Internetcafe, während Seli, Marja und ich durch die Stadt laufen. Hier ist alles sehr billig. Da wir ja gehört haben, dass in Rumänien so geklaut wird, sind wir sehr verwundert, als ein Mann uns darauf aufmerksam macht, dass Marjas Geldbeutel am Boden liegt. Die Zeit ist leider viel zu kurz, und so müssen wir zurück zu unserem Treffpunkt, wir haben nämlich noch etwas Wichtiges vor: ein Fussballspiel zwischen der neunten Klasse aus Rumänien (Waldorfschüler) und unseren Jungs. Anfangs sind alle guter Dinge. Das Spiel wird leider zu ernst genommen. Beide Mannschaften spielen sehr verbissen, aber gut. Als Severin den Ball voll ins Gesicht bekommt und schreckliches Nasenbluten einsetzt, wird das Spiel abgebrochen, beim Stand von 2:2. Auch die Gegner hatten Verletzte zu beklagen. Zum Schluss sind dann alle einsichtig, dass das Spiel zu ernst genommen wurde - man reicht sich die Hände. Danach wird die Stimmung langsam wieder besser. In der Waldorfschule in Sibiu haben uns die Lehrer dann noch ein tolles Essen vorbereitet. Als Johannes, der Sohn von Frau Wiecken, sich für das aggressive Fußballspiel entschuldigt und uns ein ,,nettes" Freundschaftsspiel vorschlägt, ist alles wieder gut. Nach dem Essen fahren die meisten von uns wieder zum Billardspielen in den Chicagoclub. Dieser Tag war echt schön. Amrei Weinhöppel Last modified: 2002-12-26 |
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