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Angeregt durch einen Rundfunkbeitrag über das Projekt Sankt Petersburg der Waldorfschule Prien, entschlossen sich 17
Schüler der 11. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing ihr dreiwöchiges Sozialpraktikum in Osteuropa zu
verwirklichen, mit dem Ziel am Zusammenwachsen Europas mitzuwirken, die Waldorfbewegung in Osteuropa zu unterstützen und
vorrangig Menschen zu helfen. Nach längerer Suche entschied sich die Klasse die Waldorfschule Hans Spalinger in Rumänien zu
unterstützen. Zur Projektplanung und Stärkung des Impulses in der Schülerschaft reiste ich im Dezember mit zwei Schülern zur
dortigen Schule in Rothberg (Rosia) - ein kleines Dorf im Herzen von Siebenbürgen (Transsilvanien). In diesem Gebiet leben
ca. 1000 sesshaft gewordene Romafamilien. Seit 1998 gibt es dort die Waldorfschule für Romakinder. Die Schüler stammen in der
Regel aus kinderreichen Familien ohne festes Einkommen, sie sind chronisch unterernährt und leben dichtgedrängt in
einfachsten Behausungen.
Vor Ort entschlossen wir uns während der Praktikumszeit die heruntergekommenen Wohnhäuser der Romafamilien instand zu
setzen bzw. winterfest zu machen, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Schüler und ihrer Eltern zu
leisten.
Wieder zurück begann, an vielen Wochenenden das unermüdliche Engagement der Klasse im Vorfeld des Praktikums. Sie
sammelten Spendengelder in Höhe von 3 000 Euro, für den Kauf von Baumaterialien und zur Entlohnung des Handwerkers, der sie
anleiteten sollte. Sie erstellten zu diesem Zweck einen Flyer mit Spendenaufruf, organisierten ein Zigeunerkonzert, boten
Kinderbetreuungstage an, fertigten mit der Buchbindelehrerin Schachteln und Ordner zur Versteigerung und verkauften
selbstgebackenen Kuchen und Ostergras.
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Im Mai ging es dann endlich los. Eine 19-stündige Zugreise von München über Salzburg, Wien und Budapest brachte die 9
Schüler, 8 Schülerinnen und zwei Betreuer nach Medias. Hier begrüßten uns Laszlo, der von uns engagierte Handwerker, und Frau
Wiecken, die Projektbetreuerin vor Ort. Mit Kleintransportern legten wir die letzte Strecke nach Medias zurück. In Rothberg
empfingen uns herzlich die Roma-Kinder und das Kollegium, auch wartet ein herrliches Frühstück auf uns. |
Last modified: 2002-12-26
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