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Im UnterdorfKurz hinter der Schule endet die geteerte Straße. Was folgt, ist ein breiter, erdiger Weg, der von Wägen, Tierherden und Regen völlig zerfurcht ist. Die Häuser sind hier ärmlich, verfallen. Hühner laufen uns zwischen die Beine - ungewohnt für uns Stadtmenschen. Es sind viele Kinder im Dorf, sie stürmen auf uns zu, klammern sich an unsere Hände, sie lachen uns an und plappern hemmungslos auf uns ein. Wir lachen zurück und verstehen nichts. Es sind fast nur Kinder zu sehen. Wir sind nun von dem Hügel nach unten gegangen. Ganz unten finde ich die ärmlichsten Häuser, die ich jemals gesehen habe: Häuser ohne richtige Wände, ohne wasserdichte Dächer, Häuser, die ungepflegt und im Ganzen einfach kaputt sind. Ja, wir sehen es alle, hier gibt es viel zu tun. Severin
Mit Scharen von Kindern an den Händen ziehen wir umher und suchen uns Arbeitsziele für die nächsten drei Wochen. Wir kommen an kaum einem Haus vorbei, das unsere Hilfe nicht brauchte. Einige Frauen, die vor ihren Häusern sitzen, winken uns herein, um uns ihr Zimmer zu zeigen, und bitten uns zu helfen. Die Familien leben zum Teil zu siebt oder acht in einem Raum mit undichtem Dach und verfaulten Wänden: es kommt vor, dass er auch als Stall genutzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Menschen den Winter hier bei Temperaturen von Minus 30° C überleben. Selina
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