|
|
Kommissionsbericht (2002) zum Beitritt der Slowakei
Bereits in der
Stellungnahme von 1997 wurden die Reformbemühungen anerkannt, die die
slowakischen Behörden zur Umgestaltung der Wirtschaft unternommen hatten.
Seit der Stellungnahme hat sich die Wirtschaftsleistung trotz schwieriger
weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen verbessert. Die makroökonomische
Stabilität wurde erreicht und die Reformen wurden beschleunigt, wobei die
slowakischen Behörden sich entschlossen weiter darum bemüht haben, den mit
dem EU-Beitritt verbundenen wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.
Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass die Slowakei über eine
funktionierende Marktwirtschaft verfügt. Die Beibehaltung des derzeitigen
Reformkurses dürfte es der Slowakei ermöglichen, dem Wettbewerbsdruck und den
Marktkräften innerhalb der Union standzuhalten.
In makroökonomischer Hinsicht können noch Verbesserungen erzielt werden;
so müssen dringend Maßnahmen zur Senkung sowohl des Haushalts- als auch des
Leistungsbilanzdefizits ergriffen werden. Wesentliche Bedeutung kommt hier
Ausgabenreformen zu, insbesondere im Gesundheits- und Rentensystem und bei
den Beihilfen und Garantien. Das Problem der Arbeitslosigkeit muss durch ein
breites Spektrum an Strukturreformen angegangen werden, zu denen auch die
Beseitigung beschäftigungshemmender Auswirkungen des Systems der sozialen
Sicherheit und eine flexiblere Arbeitsgesetzgebung gehören. Die Überwachung
des Finanzsektors kann noch weiter verbessert werden. Es müssen noch
intensivere Anstrengungen für die effektive Umsetzung des
marktwirtschaftlichen Rechtsrahmen unternommen werden.
© Europäische Kommission; Last modified 2003-04-16
|
|