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Kommissionsbericht (2002) zum Beitritt SloweniensUnterabschnitteKapitel 12: StatistikFortschritte seit dem letzten Regelmäßigen BerichtSlowenien erzielte im vergangenen Jahr weiterhin gute Fortschritte. Was die statistische Infrastruktur betrifft, so wurde im Herbst 2001 eine Änderung zum Statistikgesetz angenommen, in der die Rolle anderer Gremien festgelegt wurde, die nunmehr neben dem Statistischen Amt für die Erstellung offizieller Statistiken zuständig sind. In der Änderung ist außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt bei der Harmonisierung von Datensicherungssystemen vorgesehen. Im Verlauf des Berichtszeitraums wurden die methodischen, technischen und didaktischen Fähigkeiten weiter verbessert. Die statistischen Prozesse wurden stärker vereinheitlicht und die Erstellung statistischer Daten einer Kontrolle unterworfen. Die nationalen Klassifikationen und Nomenklaturen zur Klassifizierung der Wirtschaftszweige und der Güter nach den Wirtschaftszweigen wurden im Januar 2002 mit den Europäischen Vorschriften in Einklang gebracht. Im Bereich der Bevölkerungs- und der Sozialstatistiken wurden bei den Migrationsstatistiken, den Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistiken, den Verdienst- und Arbeitskostenstatistiken, den Einkommensarmut- und Sozialstatistiken sowie bei den Sozialschutzstatistiken weitere Fortschritte erzielt. Im April 2002 fand eine Volks- und Wohnungszählung statt. Was die Verfügbarkeit von Statistiken auf regionaler Ebene angeht, so können die entsprechenden Daten dem im Herbst 2001 veröffentlichten ,,Katalog der regionalen Untergliederung Sloweniens`` entnommen werden. Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Statistiken hat Slowenien mit der Veröffentlichung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) begonnen. Außerdem wurde eine Überprüfung des Verbraucherpreisindex durchgeführt. Bei der Evaluierung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und insbesondere der Staatsverschuldung und den Schuldenstatistiken konnte eine wesentliche Steigerung der Qualität der erhobenen Daten verzeichnet werden. In die Unternehmensstatistiken fließen Daten verschiedener statistischer und administrativer Quellen ein. Zur Vorbereitung der elektronischen Bereitstellung der Daten soll ein Fragebogen für die Erhebung der fehlenden Daten zur Umsetzung der Richtlinie über die strukturellen Unternehmensstatistiken (SBS) eingeführt werden. Die meisten Indikatoren für die Konjunkturstatistik (KST) liegen monatlich vor. Bei der Verbesserung der Datenqualität in den Bereichen Bauwirtschaft und gewerbliche Wirtschaft konnten weitere Fortschritte erzielt werden. In Bezug auf die Verkehrsstatistiken sind keine neue Entwicklungen zu verzeichnen. In diesem Bereich liegt bereits ein hohes Maß an Übereinstimmung vor. Im Bereich der Außenhandelsstatistiken schreiten die Vorbereitungen für das INTRASTAT-System, mit dem die statistischen Daten über den gesamten Warenverkehr zwischen den Mitgliedstaaten gesammelt werden, weiter voran. Die Qualität der Statistiken ist bereits recht gut. Auf dem Gebiet der Land- und Forstwirtschafts- sowie der Fischereistatistiken setzte Slowenien im Berichtszeitraum die Überarbeitung der statistischen Erhebung über Input- und Output-Preise fort. Bei dieser Überarbeitung ging es um die Auswahl neuer Meldeeinheiten, die Verwendung vorhandener und neuer administrativer Daten, die Auswahl repräsentativer Produkte/Dienste und ein neues Gewichtungsschema. Die Daten der im Juni 2000 erfolgten Landwirtschafts- und Rebflächenerhebung wurden analysiert und die Typologie eingeführt. GesamtbewertungDurch die Einführung moderner und benutzerfreundlicher Verfahren sowie der geeigneten Software für die Sammlung von Primärdaten ist es Slowenien gelungen, die Datenerhebung wesentlich effizienter zu gestalten. Obgleich innovative Methoden zur Erweiterung des allgemeinen Kenntnisstands eingeführt wurden, sollte darauf geachtet werden, dass das Statistische Amt der Republik Slowenien auch über ausreichend Fachwissen in Spezialgebieten verfügt. Das Statistische Amt muss mit weiterem Personal verstärkt werden. Die Vorbereitungen Sloweniens für INTRASTAT sind bereits ziemlich fortgeschritten. Einiger Bemühungen bedarf es noch bei der Erhebung personenbezogener Daten mit Identifizierungscodes bei den Steuerbehörden. SchlussfolgerungDie Kommission kam in ihrer Stellungnahme von 1997 zu dem Ergebnis, dass Slowenien in der Lage sein dürfte, die EU-Anforderungen innerhalb der nächsten paar Jahre zu erfüllen, wenn in diesem Bereich kontinuierlich Fortschritte erzielt würden. Seit der Stellungnahme hat Slowenien sehr gute Ergebnisse bei der Angleichung an den EU-Besitzstand und bei der Erstellung von Statistiken erzielt. Beide Bereiche sind in Slowenien inzwischen recht fortschrittlich. Die Verhandlungen über dieses Kapitel sind vorläufig abgeschlossen. Slowenien hat keine Übergangsregelung beantragt. Slowenien erfüllt im Allgemeinen die Verpflichtungen, die es bei den Beitrittsverhandlungen in diesem Bereich eingegangen ist. Um die Vorbereitungen auf den Beitritt abzuschließen, muss Slowenien sich vorrangig um die Stärkung des Statistischen Amtes, die methodische und materielle Angleichung insbesondere im Bereich der strukturellen Unternehmensstatistiken sowie die Aktualität und Qualität von Konjunkturstatistiken und Einkommensstatistiken bemühen. © Europäische Kommission; Last modified 2003-05-03 |
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