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Kommissionsbericht (2002) zum Beitritt Sloweniens
Im Bereich der Umsetzung der aus EG-Mitteln finanzierten Programme zur
Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums wurde das Amt für Agrarmärkte
und Entwicklung des ländlichen Raums als SAPARD-Stelle zugelassen. Die für
die Entwicklung des ländlichen Raums zuständige Abteilung dieser Behörde
beschäftigt derzeit 21 Personen von den bis Ende 2002 geplanten 29. Auch wenn
die Bemühungen um eine Verbesserung der Fähigkeit dieses Amtes, die
verschiedenen Marktorganisationen umzusetzen, weitergehen und entsprechende
Schulungen im Gange sind, ist die Leistungsfähigkeit insgesamt noch stark
verbesserungsbedürftig. Gute Fortschritte wurden beim Ausbau der Kapazitäten
der Landwirtschaftsbehörden für die Umsetzung der gemeinsamen Agrarpolitik
erzielt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährung
verbessert seine administrativen und fachlichen Fähigkeiten durch Einstellung
neuen Personals weiter. Die für die Durchführung der gemeinsamen Agrarpolitik
zuständigen Abteilungen des Amtes für Agrarmärkte und Entwicklung des
ländlichen Raums wurden bereits eingerichtet; derzeit ist man dabei, die
entsprechende Verwaltungskapazität aufzubauen. Slowenien hat bereits etliche
Managementverfahren und -mechanismen eingeführt, wie sie bei den gemeinsamen
Marktorganisationen üblich sind, beispielsweise Direktzahlungen. Der Aufbau
des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS) für die
Abwicklung der GAP-Ausgaben ist schon weit fortgeschritten. Das
Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) besteht bereits.
Die Digitalisierung des Katasters läuft ebenfalls entsprechend dem
Aktionsplan. Die Vorarbeiten, die erforderlich sind, um das Verzeichnis der
landwirtschaftlichen Betriebe bis Ende Dezember 2002 voll funktionsfähig zu
machen, wie im Aktionsplan vorgesehen, machen gute Fortschritte; bis Januar
2002 waren 81 848 Betriebe von insgesamt 86 467 registriert. Auch die
Arbeiten zur Fertigstellung des Zentralregisters für Rinder bis Ende 2002
sind erfolgreich im Gange; 90 % aller Rinder waren bis Januar 2002 im
Zentralregister für Rinder erfasst. Für alle in der Datenbank erfassten
lebenden Tiere wurde ein Rinderpass ausgestellt. Bei der Rechtsangleichung im
Veterinär- und Pflanzenschutzbereich wurden gute Fortschritte erzielt und die
Rahmenvorschriften verabschiedet. Die Veterinärverwaltung der Republik
Slowenien beschleunigt ihre Reformen und hat inzwischen 307 Mitarbeiter, 281
davon Tierärzte. Diese Personalausstattung dürfte ausreichen, doch das
Verwaltungspersonal ist nach wie vor knapp bemessen. Der Besitzstands im
Bereich TSE wurde größtenteils umgesetzt und die Zahl der auf BSE getesteten
Tiere entspricht weitestgehend den Gegebenheiten in der EU. Im
Pflanzenschutzbereich begann der Aufbau des PHYTO-Registers und die
Einführung von Pflanzenpässen Ende 2001. Nur langsame Fortschritte sind
allerdings bei der Einrichtung von Grenzkontrollstellen für veterinär- und
pflanzenschutzrechtliche Kontrollen an den künftigen Außengrenzen zu Kroatien
zu verzeichnen. Insbesondere verspätet sich die Einrichtung der
Grenzkontrollstelle in Obrezje, die bis Ende 2002 erfolgen sollte. Zurzeit
wird ein nationaler Plan zur Modernisierung der
Lebensmittelverarbeitungsbetriebe durchgeführt. Damit wurden die prioritären
Ziele der Beitrittspartnerschaft für den Bereich Landwirtschaft weitgehend
erreicht. Die Durchführung der Maßnahmen des Aktionsplans verläuft wie
vorgesehen.
© Europäische Kommission; Last modified 2003-05-03
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