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Die Studie kann bei FiFo Ost für 139,- € bestellt werden.

Maschinenbau in der Tschechischen Republik

Der Maschinenbau in der Tschechischen Republik steht bereits seit mehreren Jahren im Brennpunkt des Interesses ausländischer Unternehmer. Sei es, weil die tschechischen Unternehmen übernommen werden, um im Lande kostengünstig zu produzieren, oder weil sie als Zulieferer gesucht sind. Der tschechische Maschinenbau mit seiner langen Tradition steht wie keine andere Branche für höchste Qualitätsansprüche bei unübersehbaren Standortvorteilen. Das Interesse hat sich zuletzt, im Vorgriff auf den EU-Beitritt, noch erhöht.

Mit der Branchenstudie Maschinenbau in der Tschechischen Republik sollen allen Interessierten die erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt werden. Sie gewährt nicht nur detaillierte Einblicke in die Branche, sondern auch einen Überblick über den Standort:

  • geringe Lohnkosten und eine für Arbeitgeber vorteilhafte Arbeitsgesetzgebung,
  • hoher Ausbildungsstand der Arbeitskräfte in technischen Bereichen,
  • sinkende Lohnstückkosten,
  • hohes Wirtschaftswachstum bei niedriger Inflation,
  • langfristige Zinsen auf historischen Tiefstand als Investitionsmotor und
  • die Gewährung von Investitionshilfen durch den Staat.

In der Studie wird detailliert beschrieben, wer Investitionshilfen erhalten kann, was dabei zu beachten ist und wie vorzugehen ist. Damit rücken aber bereits Schwächen des Standorts ins Blickfeld. Zu ihnen zählen

  • eine schwerfällige Bürokratie mit bürokratischen Abläufen, die einer verbreiteten Korruption Vorschub leisten und eine ineffiziente Justiz.
  • Die Höhe der Unternehmensbesteuerung und der Lohnnebenkosten können ebenfalls nicht zu den Standortvorzügen der Tschechischen Republik gezählt werden: Die Höhe der Unternehmenssteuern erreicht 31 %, die Lohnnebenkosten gar 35 %. Die Unternehmenssteuern werden allerdings schrittweise zurückgeführt.

Dass dennoch die Standortvorzüge weit überwiegen, zeigen die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen, die in Tschechien pro Kopf den höchsten Stand unter allen EU-Beitrittskandidaten erreichen. Entsprechend spielen Unternehmen unter ausländischer Kontrolle spielen eine wichtige Rollen in der tschechischen Wirtschaft:

  • Mit 48,4 % kontrollieren Unternehmen unter ausländischer Kontrolle beinahe die Hälfte der Industrieproduktion.
  • Die Wertschöpfung in Unternehmen unter ausländischer Kontrolle konnte entgegen dem Trend in der Industrie um 7,8 % gesteigert werden.
  • Die herausragende Kennzahl ist die über die Entwicklung der Gewinne in der gesamten Industrie vor Steuern: diese erhöhten sich 2002 gegenüber 2001 um 16,3 %. In den Unternehmen unter ausländischer Kontrolle erhöhten sich die Gewinne vor Steuern um 24,3 %.
  • Die Eigenkapitalrendite lag in den Unternehmen unter ausländischer Kontrolle bei 18,3 % im Jahr 2002 nach 16,3 % im Vorjahr.

Der Maschinenbau gilt als Schlüsselbranche im Verarbeitenden Gewerbe. Seine Produkte spielen für die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Volkswirtschaft eine bedeutende Rolle. Die Entwicklung des tschechischen Maschinenbaus verlief insgesamt zufriedenstellend:

  • Im Zeitraum 1997 bis 2002 wurde eine Steigerung der Verkaufserlöse um knapp 17 % erreicht. Damit blieb er aber deutlich hinter den erfolgreichsten Branchen (Fahrzeugbau, Gummi- und Plastikherstellung, Elektroindustrie) zurück. Die Investitionsnachfrage der aufstrebenden Branchen wurde offensichtlich zu einem bedeutenden Teil durch Importe gedeckt. Dazu beigetragen hat sicher auch der Umstand, dass ganze Anlagen in Deutschland und anderen Ländern abgebaut wurden und in Tschechien wieder aufgebaut wurden, allerdings mit deutlich abnehmender Tendenz. In Zukunft dürfte der tschechische Maschinenbau höhere Anteile der Investitionsnachfrage auf sich ziehen können, als es bisher der Fall war.
  • Besonders erfreulich war die Entwicklung in den Jahren 2000 und 2001, in denen Produktionssteigerungen von 9,9 % bzw. 17,2 % gelangen. Dieses Ergebnis spiegelt das Engagement ausländischer Unternehmen in diesem Sektor der tschechischen Wirtschaft wider, die sehr exportorientiert sind.
  • Die erfreulichen Produktionsziffern führten bislang nicht zu einer wirklich durchgreifenden Intensivierung der F&E-Tätigkeit. 2001 lagen die Ausgaben mit 1,27 Mrd. CZK noch unter dem Niveau von 1997. Der Anteil des Staates war 2001 mit 13,4 % relativ hoch. Dennoch sind die Ausgaben des Maschinenbaus für F&E unzureichend, um eine technologische Spitzenposition zu erreichen.
  • Die großen Unternehmen im Maschinenbau erwirtschaften insgesamt beachtliche Gewinne.
  • Von insgesamt 297 Unternehmen mit 100 Mitarbeitern und mehr machen 2002 exakt 211 Gewinne, während 86 Verluste erleiden. Die 211 Unternehmen haben Gewinne in Höhe von 8,1 Mrd. CKZ oder umgerechnet 293 Mio. EUR erzielt. Im Durchschnitt erzielte damit jedes Unternehmen einen Gewinn von umgerechnet knapp 1,4 Mio. EUR.

In der Studie wird die Zweigstruktur des tschechischen Maschinenbaus mit der Entwicklung der Produktion, der Produktivität, der Arbeitskosten und anderer interessierender Parameter dargestellt. Abgeschlossen wird die Studie durch eine Liste mit wichtigen Ansprechpartnern sowie eine Liste von Unternehmen aus der Branche mit detaillierten Angaben zu den Produkten und der verwendeten Technologie sowie zur Größe der Unternehmen. Selbstverständlich ist jeweils ein Ansprechpartner angegeben.


Autor: Dr. Walter Gruber
Umfang: ca. 110 Seiten
Größe: DIN A4
Preis: 139,-- €


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