Fragen zum mgl. EU-Beitritt der Türkei
Bereits im Abschnitt über die Wirtschaft wurde hervorgehoben, dass das Pro-Kopf-BIP der Türkei in Kaufkraftstandards gemessen bei 28,5 % des EU-25-Durchschnitts liegt. Es gibt erhebliche Disparitäten zwischen den 26 Niveau-2 Regionen in der Türkei, die mit deutlichen Unterschieden der Geografie, der klimatischen Bedingungen und der Wanderungsströme zusammenhängen.
Insbesondere herrscht eine ausgesprochene Ost-West-Kluft, wobei sich die wichtigsten Zentren wirtschaftlicher Aktivität im Westteil der Türkei befinden. Diese profitieren vom Handel mit der übrigen Welt, vom Tourismus, höheren Investitionen und einer besseren Infrastrukturausstattung. 63 % der türkischen Bevölkerung leben auf knapp der Hälfte der Fläche, erwirtschaften 78 % des BIP und liegen mit ihrem Pro-Kopf-BIP 23 % über dem nationalen Durchschnitt (siehe Tabelle 2).
Andererseits befinden sich die am stärksten benachteiligten Regionen im entlegenen und bergigen Osten am Rande der Türkei. Das Pro-Kopf-BIP in der Osthälfte des Landes liegt bei nur 60 % des nationalen Durchschnitts, was lediglich 9 bis 20 % des EU-25- Durchschnitts entspricht. Somit lägen die 10 ärmsten Regionen einer erweiterten EU im Ostteil der Türkei.
© Europäische Kommission 10/2004
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