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Fragen zum mgl. EU-Beitritt der Türkei

Die Bedürfnisse der Türkei und die Auswirkungen auf ihre Entwicklungsstrategie

Die Türkei steht vor zwei große Herausforderungen: ihr niedriges Pro-Kopf-BIP und starke regionale Disparitäten.

Die Struktur- und Kohäsionsfonds könnten erheblich zum Prozess des Aufholens der Türkei gegenüber der EU beitragen. Jedoch können die Strukturfonds je nach den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen und der jeweiligen institutionellen Ausgestaltung der Strukturfondsausgaben deutlich unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die Erfahrung mit den Kohäsionsländern unterstreicht die Notwendigkeit makroökonomischer Stabilität und eines ordnungsgemäßen Funktionieren des Waren-, Kapital- und Arbeitsmarkts für den Prozess der Einkommensannäherung. Wenn der wirtschaftspolitische Rahmen nicht stimmt, reichen die Strukturfonds alleine zum Aufholen nicht aus.

Die Türkei hat einen weit gestreuten Finanzbedarf, darunter für die Modernisierung der Infrastruktur und des Humankapitals, aber auch für die Einhaltung der technischen Vorschriften und Normen der EU und die Umstrukturierung des Agrarsektors. Großer Bedarf herrscht in den Sektoren Verkehr, Telekommunikation, Energie und Umwelt sowie bei der allgemeinen und beruflichen Bildung und in Forschung und Entwicklung. Die Wirksamkeit öffentlicher Investitionen hängt ferner von der Reform der Verwaltung und dem Umbau des rechtlichen Rahmens ab.



© Europäische Kommission 10/2004

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