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Kapitel 17: Wissenschaft und Forschung

Seit dem letzten Jahresbericht ist Ungarn in diesem Bereich weiter vorangeschritten.

Die Ungarische Regierung hat im Jahr 2000 ihr Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf den Weg gebracht, in dem die Langzeitentwicklung der ungarischen Wissenschaften, Technologie und Innovation vorgegeben ist. Es setzt fünf Schwerpunkte: Verbesserung der Lebensqualität, Information und Kommunikationstechnologie, Umwelt und Werkstoffforschung, Forschung in den Bereichen Agrarindustrie und Biotechnologie, Forschung im Bereich nationales Kulturerbe und Herausforderungen der heutigen Gesellschaft.

Im Frühjahr 2001 wurden einige zusätzliche Steuervergünstigungen eingeführt, um die Forschungs- und Entwicklungskosten der Unternehmen zu verringern. Dazu wurden aus dem Széchenyi-Plan 208 Millionen EUR bereitgestellt. Das Programm fördert die Kontinuität von Forschung und Entwicklung, die Modernisierung wichtiger Infrastruktur und die Entwicklung des Humankapitals.

Ende 2000 wurde das Netz Nationaler Kontaktstellen und FuE-Verbindungsbüros eingerichtet, das vom Unterrichtsministerium geleitet wird. Die aktive Mitwirkung anderer Ministerien ist dadurch gewährleistet, dass sie in den Programmausschüssen vertreten sind.

Während des Berichtszeitraums war Ungarn auch weiterhin voll mit dem Fünften Rahmenprogramm und mit dem Euratom-Rahmenprogramm assoziiert.

Ungarn wurde wie anderen mit dem Fünften Rahmenprogramm assoziierten Beitrittskandidaten für die Sitzungen des Ausschusses für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) der Beobachterstatus zuerkannt (seit Mai 2001).

Gesamtbewertung

Wissenschaft und Forschung verfügen in Ungarn über eine solide institutionelle Basis - den Rat für Wissenschaft und Technologieentwicklung und den Wissenschaftsbeirat - und arbeiten erfolgreich mit qualifiziertem Personal.

Trotz allmählich steigender Mittelzuweisungen ist der Anteil des Budgets für Wissenschaft und Forschung am Staatshaushalt immer noch relativ bescheiden. Die niedrige Besoldung insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses hat in dem Sektor bereits zu einem Mangel an qualifiziertem Personal geführt.

Für die weitere Entwicklung des Sektors und eine echte Integrierung Ungarns in den Europäischen Forschungsraum kommt es nun darauf an, die Haushaltsmittel für Forschung und technologische Entwicklung zu erhöhen.

Mehr und mehr multinationale Unternehmen haben ihre Forschungszentren in Ungarn eingerichtet, in erster Linie in den Sektoren pharmazeutische Industrie, Informationstechnologie und Telekommunikation.

Der Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft befindet sich noch im Anfangsstadium. Die Förderung von Forschung und Entwicklung, wie sie der Széchenyi-Plan ermöglicht, zielt vor allem auf eine Verstärkung der Kapazitäten der mittelständischen Wirtschaft in diesen Bereichen.

Der finanzielle und institutionelle Rahmen für die Assoziierung mit dem Fünften Rahmenprogramm ist zwar gut organisiert, doch eine erfolgreiche Mitwirkung Ungarns erfordert eine weitere Verstärkung der administrativen Kapazitäten und Infrastruktur.


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