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Übersetzung der Rechtsdokumente des gemeinschaftlichen Besitzstandes ins Ungarische

Die Bewerberländer müssen den gemeinschaftlichen Besitzstand bis zum Beitritt in ihre jeweilige Amtssprache übersetzt haben. Es handelt sich um Rechtsakte des Primär- und Sekundärrechts in einem geschätzten Umfang von 60.000-70.000 Amtsblattseiten. Die Beitrittskandidaten werden bei dieser Aufgabe im Rahmen des PHARE-Programms unterstützt. Mit Hilfe des TAIEX-Dienstes wurde in allen zehn Bewerberländern in Ostmitteleuropa eine Zentralstelle für die Koordinierung der Übersetzungsarbeit eingerichtet.

In Ungarn liegt die Zuständigkeit für die Übersetzungsarbeit beim Justizministerium. Die für die Finanzierung erforderlichen Mittel sind in den staatlichen Haushaltsplan 2001-2002 eingestellt (rund 1,15 Mio. EUR bzw. 300 Millionen Forint).

In den zurückliegenden zwölf Monaten machte die Klärung terminologischer Fragen einen wichtigen Teil des Übersetzungsprozesses aus. Die im September 2000 eingerichtete terminologische Datenbank enthält von der Zentralstelle erarbeitete ungarische Entsprechungen für eine große Anzahl von EG-spezifischen Begriffen. Die Datenbank verfügt über Internet- und Intranet-Schnittstellen. Die Internet-Schnittstelle enthält die bereits gesicherte Terminologie und ist für die Öffentlichkeit zugänglich, während die Intranet-Schnittstelle dem internen Gebrauch vorbehalten ist und sämtliche im Verlauf der Revision der Übersetzungen erstellten Glossare und geschöpften Begriffe enthält, die aber noch nicht von der Zentralstelle abgesegnet sind.

Die im Justizministerium eingerichtete Stelle zur Koordinierung der Übersetzung nimmt die abschließende Revision und die abschließende Überprüfung der Terminologie vor. Die Zahl der für das Ministerium als Vollzeitkräfte arbeitenden Sprachjuristen wurde von sieben auf neun erhöht, und es wurden vier neue Stellen für Terminologen mit Sprachausbildung geschaffen.

Bislang wurden 51.500 Amtsblattseiten übersetzt und 45.000 Amtsblattseiten revidiert. Die Bewältigung dieser Aufgabe erfordert kontinuierliche Anstrengungen.

Die Ausbildung von Konferenzdolmetschern darf keineswegs vernachlässigt werden.


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