Kategorie-Archiv: Russland

Russland — Überblick

Lage
Russland erstreckt sich von Norden nach Süden über rund 4.000 und von Westen nach Osten über 9.000 Kilometer und nimmt drei Viertel des Gesamtterritoriums der ehemaligen Sowjetunion ein. Es reicht von Zentraleuropa (Kaliningrad) über das gesamte nordasiatische Gebiet bis hin zum Pazifik im Osten und dem Artischen Meer im Norden.
Fläche
gesamt: 17 075 200 qkm
Land
16 995 800 qkm
Wasser
79 400 qkm
Landesgrenzen
gesamt: 19 917 km
Grenzstaaten
Aserbaidschan 284 km, Belarus 959 km, China 3 645 km, Estland 294 km, Finnlnand 1 313 km, Georgien 723 km, Kasachstan 6 846 km, Nordkorea 19 km, Lettland 217 km, Litauen 227 km, Mongolei 3 441 km, Norwegen 167 km, Polen 206 km, Ukraine 1 576 km
Küste
37 653 km

Daten des Statistischen Bundesamtes

bild
Bevölkerung 144,7 Mill. 2001
Fläche 17075400 qkm 2001
Bevölkerungsdichte 8 Einw. je qkm 2001
Arbeitslosenquote 13,4 % 1999
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 251106 Mill.US-$ 2000
Jährliches BIP-Wachstum (real) 8,3 % 2000
BIP je Einwohner (real) 2455 US-$ 2000
Inflationsrate 20,8 % 2000
Importe 33853 Mill.US-$ 2000
Exporte 102998 Mill.US-$ 2000
Saldo der Im- und Exporte 69145 Mill.US-$ 2000
PKW-Dichte 140 je 1000 Einw. 2000
Personal-Computer 50 je 1000 Einw. 2001
bild
Einwohner
144 900 000
Hauptstadt
Moskau (ca. 8,75 Mio. EW)
Klima
Russland erstreckt sich über mehrere Klimazonen, doch im allgemeinen herrscht Kontinentalklima vor. Von Nord nach Süd Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima (trocken; sehr kalte Winter, warme bis heiße Sommer). Eine Ausnahme bilden die Schwarz-Meer-Küste mit gemäßigt-subtropischen und das ferne Wladiwostok mit polarem Klima.

Russland gr. Karte

Schutz des geistigen Eigentums in Russland

Veranstaltung am 20. März 2009 in Mannheim

Russland hat gute Voraussetzungen, sich schnell von der aufziehenden Krise zu erholen und wird ein wichtiger Markt bleiben. Insbesondere in Krisensituationen wie der heutigen werden dort die Weichen im Wettbewerb neu gestellt. Dabei müssen deutsche Unternehmen ihren wichtigsten Wettbewerbsvorteil, ihr Spitzen-Know-How, auf diesem Mark rechtzeitig schützen. Ein wirksamer Patent-, Marken- oder Gebrauchsmusterschutz beugt hohen materiellen und Image-Verlusten vor.

Namhafte Russland-Experten referieren am 20. März in Mannheim über die Besonderheiten beim Schutz des geistigen Eigentums in Russland. Geschäftsführung, Exportmanager, Markenschutz- und Patentbeauftragte müssen bei diesem Thema besonders sensibel sein, weil bereits ein ,einfacher` Exportvertrag eine gesonderte Schutzklausel für den Know-How- und Markenschutz beinhalten sollte. Weitere Themen der Veranstaltung sind Know-How-Schutz in Auftrags-, Lizenz- und Franchise-Verträgen. Darüber hinaus wird Patentschutz in Russland behandelt. Erfahrungsberichte aus deutschen Unternehmen kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Software und Software-Outsourcing und aus der Praxis der Rechtsdurchsetzung beim Schutz des geistigen Eigentums in Russland. Ausführliches Programm unter: www.mannheim.ihk.de/russland

Europa und Russland verstärken Zusammenarbeit im Weltraum

Wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) nach ihrem Moskauer Treffen mit der staatlichen Weltraumbehörde der Russischen Föderation (Roscosmos) bekannt gegeben hat, wird die europäisch-russische Zusammenarbeit in der Weltraumforschung vertieft werden.

Das Treffen fand im Rahmen der Initiative des sogenannten Weltraumdialogs statt, die vor einem Jahr gestartet wurde, um die Kooperation in den Bereichen Raumfahrtanwendungen (Satellitennavigation), Zugang zum Weltraum (Trägerraketen und Raumtransportsysteme), Weltraumforschung sowie Entwicklung von Raumfahrttechnologien zu verbessern. „Weltraum-Kooperation ist ein bedeutendes Element der allgemeinen Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa“, sagte der Generaldirektor der ESA Jean-Jacques Dordain. „Dieses Treffen hat sich als sehr nützlich erwiesen, da konkrete Arbeitsprogramme festgelegt wurden.“

Russland hat angeboten, wichtige Instrumente für die BepiColombo-Mission der ESA zur Verfügung zu stellen, während russische Wissenschaftler eingeladen wurden, an Aufrufen zur Vorschlagseinreichung des ersten Planungszyklus‘ der „Kosmischen Vision“ der ESA 2015-2025 teilzunehmen. Die Europäische Kommission wird außerdem gezielte Informationen zu weltraumbezogenen Themen im Siebten Rahmenprogramm (RP7) liefern, die für russische Weltraumexperten interessant sein könnten. Im Satellitenbereich haben die Parteien die Einrichtung eines speziellen Austauschmechanismus‘ für Erdbeobachtungsdaten vereinbart und Fragen der Kompatibilität und Interoperabilität zwischen russischen und europäischen Satellitennavigationssystemen besprochen.

Beide Seiten werden sich auch mit möglichen, für beide Seiten interessanten Bereichen in Bezug auf die Entwicklung von Raumfahrttechnologien befassen. Im Bereich Trägerraketen werden sich Europa und Russland auf Soyuz-Starts konzentrieren, die vom Weltraumzentrum in Guyana aus durchgeführt werden sollen. „Die Kooperation zwischen Europa und Russland im Bereich der Trägerraketen sollte als Modell für die Zusammenarbeit in anderen Feldern wie die Weltraumerforschung, Weltraumwissenschaft und Raumfahrtanwendungen dienen“, sagte Dordain. „Wenn beide Seiten ihre Ressourcen zusammenlegen, wird das Ergebnis noch bedeutender sein, als es heute schon ist.“

Starker Anstieg deutscher Importe aus Russland

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind im ersten Quartal 2005 die deutschen Importe aus Russland im Vergleich zum ersten Quartal 2004 um 56,3% auf 5,0 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Einfuhren nach Deutschland im gleichen Zeitraum um 4,6% auf 142,3 Milliarden Euro.

Die Importe aus den Mitgliedstaaten der EU nahmen im ersten Quartal 2005 um 1,3% auf 85,5 Milliarden Euro zu. Der Zuwachs bei den Einfuhren aus den Niederlanden (+ 12,9% auf 12,8 Milliarden Euro) lag deutlich über dem Durchschnitt, ebenso wie die Zunahme der Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich (+ 12,6% auf 8,8 Milliarden Euro).

Die deutschen Importe aus den USA nahmen im ersten Quartal 2005 mit 3,1% auf 9,3 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal 2004 wieder zu. Die Einfuhren aus Japan gingen im gleichen Zeitraum um 5,7% auf 4,9 Milliarden Euro zurück.

Die deutschen Ausfuhren insgesamt stiegen im ersten Quartal 2005 um 4,7% auf 185,5 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal 2004. Die Ausfuhren in die EU erhöhten sich ebenfalls um 4,7% (auf 119,6 Milliarden Euro). Die Exporte nach Frankreich nahmen um 8,4% auf 19,9 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhren nach Italien nahmen um 0,4% auf 13,2 Milliarden Euro ab.

Eine deutliche Steigerung gab es bei den deutschen Exporten nach Russland mit einem Plus von 9,2% auf 3,6 Milliarden Euro. Auch die Exporte nach Japan stiegen um 4,6% auf 3,5 Milliarden Euro, ebenso wie die Ausfuhren in die USA mit einem Plus von 1,1% auf 15,8 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach China nahmen im ersten Quartal 2005 ab. Der Wert der versendeten Waren sank um 9,1% auf 4,6 Milliarden Euro.

Ein- und Ausfuhr nach Ländern  
Tatbestand 1. Quartal 2005 1. Quartal 2004 Veränderung gegenüber
1. Quartal 2004
Mrd. Euro %
Ausfuhr insgesamt 185,5 177,2 + 4,7
darunter:
EU-25 119,6 114,3 + 4,7
  Eurozone 82,2 77,3 + 6,3
  darunter:
    Frankreich 19,9 18,3 + 8,4
    Niederlande 11,3 10,9 + 3,7
    Italien 13,2 13,3 – 0,4
  Nicht Eurozone 37,4 36,9 + 1,2
  darunter:
    Vereinigtes Königreich 15,4 15,1 + 2,0
    Neue EU-Länder 15,0 15,3 – 1,9
Drittländer 65,9 62,9 + 4,7
darunter:
  USA 15,8 15,6 + 1,1
  Japan 3,5 3,3 + 4,6
  China 4,6 5,0 – 9,1
  Russland 3,6 3,3 + 9,2
 
Einfuhr insgesamt 142,3 136,0 + 4,6
darunter:
EU-25 85,5 84,4 + 1,3
  Eurozone 58,5 56,2 + 4,0
  darunter:
    Frankreich 12,6 12,4 + 1,1
    Niederlande 12,8 11,4 + 12,9
    Italien 8,5 8,4 + 1,1
  Nicht Eurozone 27,0 28,1 – 4,1
  darunter:
    Vereinigtes Königreich 8,8 7,9 + 12,6
    Neue EU-Länder 13,4 15,4 – 13,3
Drittländer 56,8 51,7 + 9,9
darunter:
  USA 9,3 9,0 + 3,1
  Japan 4,9 5,2 – 5,7
  China 8,6 6,7 + 28,7
  Russland 5,0 3,2 + 56,3

Ergebnisdifferenzen sind auf Rundungen zurückzuführen.

Deutsch-Russische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

m Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, haben Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach und der Minister für Informationstechnologien und Kommunikation, Leonid Reiman, am 11. April 2005 auf der Hannover Messe eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und dem Ministerium für Informationstechnologien und Kommunikation der Russischen Föderation unterzeichnet.

Staatssekretär Pfaffenbach: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Baustein für die deutsch-russische Wirtschaftskooperation im Bereich der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. In Deutschland und Russland gibt es auf diesem Gebiet eine große Entwicklungsdynamik, die durch die Kooperation zum Vorteil beider Länder wirkungsvoll verstärkt werden kann.“

Die Vereinbarung dient der verstärkten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien. Es wurde ein reger Informations- und Erfahrungsaustausch bei der Gestaltung und Durchführung der staatlichen Politik beschlossen, der insbesondere die Förderung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen für den elektronischen Geschäftsverkehr und mobile Multimedia-Dienste zum Ziel hat. Ein herausragender Punkt der Vereinbarung ist die im Rahmen des BMWA-Projekts MEDIA@Komm initiierte und geförderte Schaffung von eCity-Partnerschaften. Die Regionen Nürnberg und Moskau sowie Bremen und Kaliningrad wollen hier eine Vorreiterfunktion übernehmen: Sie werden die Zusammenarbeit bei E-Government als Initialzündung für eine breit angelegte Wirtschaftskooperation nutzen, die insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen neue außenwirtschaftliche Chancen eröffnet.

World Bank Endorses CAS Progress Report for Russia

The World Bank endorsed the Progress Report on the World Bank Group’s Country Assistance Strategy (CAS) for the Russian Federation covering the period 2003-2006. The Progress Report presents an impressive record of achievements in all three CAS areas–improving the business environment and enhancing competition, strengthening public sector management, and mitigating social and environmental risks.

During the CAS period the Russian economy enjoyed rapid economic growth, macroeconomic stability and strong fiscal and current account surpluses. Since 1999 the GDP has increased by 40 per cent, and living standards have improved, and poverty declined by half — from its peak of over 30 percent in 1999 to under 20 percent in 2004. Progress was driven by a combination of internal and external factors — responsible macroeconomic policy and pursuit of key structural reforms, and sustained high prices for commodity exports. Despite these positive trends, some discretionary interventions by the authorities, including the targeting of individual businesses, have increased uncertainty in the investment climate at a time when investor confidence could be booming has contributed to concerns among Russian policy-makers about the sustainability of the country’s strong performance. In addition, complications in the monetization of in-kind benefits raised questions about the speed of implementation of important social reforms.

As envisaged in the CAS, the World Bank Group has supported the implementation of reforms and policies aimed at investment climate improvements, macroeconomic stability, sustained growth and gains in social welfare. The application of the whole range of Bank’s instruments – lending, private sector investments, guarantees, analytical services, technical assistance and knowledge sharing – were properly tailored to fit Russia’s changing needs to make best use of the comparative advantages of IBRD, IFC and MIGA.

„In terms of growth and poverty reduction Russia’s performance exceeded our initial expectation in the CAS. However, given the formidable restructuring needed for achieving sustainable and diversified growth, there is no room for complacency on the part of the government even during times of high oil revenues,“ says Kristalina Georgieva, Country Director for Russia. „At the same time, there are still major structural tasks — ranging from housing and communal services reform, related to an unfinished economic transition, to the promotion of public-private partnerships, needed for Russia’s competitiveness, to regional development, and the challenge of growing gap between prosperous and lagging regions.“ In the context, she commented that, while Russia’s large fiscal surpluses and substantial reserves accumulated in the Central Bank and the Stabilization Fund preclude any noticeable need for sovereign borrowing, the partnership with the World Bank Group was strong. In addition to work in support of key federal reforms, areas for future emphasis include regional development, public-private partnerships (PPP), and assistance to Russia on issues of global and regional importance.

So far, the World Bank’s Board of Directors has approved seven new projects totaling $900 million, and eight new operations, including two guarantees, are expected to be processed by the end of the CAS period. The projects address important policy and institutional development objectives in many areas ranging from treasury, tax administration and customs, to cadastre and registration, hydrometeriological services, and the courts, to health, education, social protection and regional development. In response to Russia’s strong fiscal position and the importance of private sector-led growth, there has been an appropriate shift in investment from IBRD to IFC and MIGA. At present, Russia is the second largest country exposure in IFC’s global portfolio after Brazil. Similarly, MIGA has expanded its activities and Russia is currently its fourth largest exposure on a net basis.

The Progress Report extends the CAS timeframe by one fiscal year to allow completion of the activities initiated under the current CAS and the piloting of new partnership relations and provides the foundation for a transition to a Country Partnership Strategy. The new Country Partnership Strategy will be prepared in the spring of 2006.

KfW baut Finanzierungsmöglichkeiten für Russland aus

Die KfW Entwicklungsbank baut die Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen in Russland weiter aus. Die Kredite sind auch für deutsche mittelständische Unternehmen interessant, die entweder in Russland selbst tätig sind oder Lieferbeziehungen zu russischen KMU Unternehmen unterhalten.

Heute hat die KfW Entwicklungsbank im Rahmen des Förderprogramms für KMU in der russischen Föderation (Gesamtsumme 50 Mio. EUR) drei weitere Kreditverträge mit russischen Banken abgeschlossen. Während des Deutsch-Russischen Mittelstandsforums wurden ein Vertrag in Höhe von 6 Mio. EUR mit der Center Invest Bank, Rostov am Don, ein Vertrag in Höhe von 5 Mio. EUR mit der Sibakadem-Bank, Novosibirsk, sowie ein Vertrag mit der Uraltransbank, Ekaterinburg, in Höhe von EUR 5 Mio. abgeschlossen.

„Dieses im Auftrag der Bundesregierung aufgelegte Programm in Höhe von 50 Mio. EUR soll den Zugang kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) zu Finanzierungsmöglichkeiten über internationale und russische Geschäftsbanken verbessern. Die Förderung und der Aufbau des russischen Mittelstands und die Restrukturierung des russischen Bankensektors haben große Bedeutung für die erfolgreiche Transformation des Landes zur Marktwirtschaft,“ betonte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Moskau. Für das Jahr 2005 ist der Abschluss mit weiteren KMU-Banken geplant“, sagte Ingrid Matthäus-Maier.

Den russischen KMU-Banken steht damit eine langfristige Refinanzierungslinie mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren zur Verfügung. Insgesamt hat die KfW Entwicklungsbank in diesem Jahr in Russland fünf Kreditverträge mit Banken in verschiedenen Regionen – bis nach Sibirien – abgeschlossen. In 2004 wurden bereits mit der KMB-Bank ein Vertrag in Höhe von USD 12,5 Mio. sowie mit der NBD-Bank ein Kreditvertrag in Höhe von USD 3,3 Mio. abgeschlossen.